
Besser hätte ein Hollywood-Drehbuch nicht geschrieben sein können, als das, was bei der 78. Auflage des 24-Stunden-Rennens in Spa-Francorchamps passierte. Von ganz hinten aus der Boxengasse gestartet, fuhr der Lionspeed GP Porsche 911 GT3 R (#80) als Erster über die Ziellinie.

Selbst das DTM-Fahrertrio, Bastian Buus, Ricardo Feller und Thomas Preining, das sich das Cockpit im Lionspeed-Porsche teilte, hatte nicht damit gerechnet, eine solche Aufholjagd in den belgischen Ardennen auf den Asphalt zu brennen. Nach einem außerplanmäßigen Motorentausch am Donnerstag war das Team reglementbedingt zu diesem harten Start aus der Boxengasse verdammt worden.
Fünfter KW Racing Kundenteam-Gesamtsieg in acht Jahren beim 24-Stunden-Rennen in Spa

Aber wie jeder weiß, wird ein 24-Stunden-Rennen nicht beim Start gewonnen, sondern erst nach dem Ablauf der Uhr. Denn das Qualifying verlief für viele Teams nicht nach Plan und so konnte das Porsche-Team über die Distanz immer weiter nach vorne fahren. Bei einem Starterfeld von 69 Rennwagen ist das eine echte Meisterleistung unseres KW Racing Kundenteams.
Dabei war die erste Rennhälfte mit Lufttemperaturen von bis zu 40 Grad Celsius im Schatten und einer Asphalttemperatur von bis zu 57 Grad Celsius geprägt. In der Nacht setzten dann so starke Regenfälle ein, dass die Rennleitung „wet-track conditions“ ausrief und die Reifenstrategie der Teams auf den Kopf stellte.

Die zahlreichen Gelbphasen nutzte der Porsche 911 GT3 R (#80), um sich immer näher zur Spitzengruppe aufzuschließen und tatsächlich die Führung zu übernehmen.

Durch eine kluge Boxenstrategie konnte der Lionspeed-911er in den frühen Sonntagmorgenstunden sogar die Führung übernehmen und sich nach dem mittlerweile zehnten oder elften Safety-Car-Restart von den Verfolgern absetzen. Mit einem Vorsprung von 12,288 Sekunden gewann der Lionspeed-Porsche (#80) das Rennen.

Knapp an einem Podestplatz schrammte ein weiterer Porsche 911 GT3 R (#22) vorbei. Der Schumacher-CLRT-911er mit Ayhancan Güven, Matt Campbell und Fédéric Makowiecki kämpfte hartnäckig in der Spitzengruppe und wurde am Ende als Gesamtvierter abgewunken.

Auf den Plätzen sechs, sieben, acht und neun positionierten sich der BMW M4 GT3 Evo (#46) vom Team WRT, der Aston Martin Vantage AMR GT3 Evo (#7) von Walkenhorst Motorsport, der Porsche 911 GT3 R (#2) von Boutsen VDS und der Rowe Racing BMW M4 GT3 Evo (#98).

Seit der Ära der GT3-Rennwagen beim 24-Stunden-Rennen in Spa-Francorchamps haben unsere KW Racing Kunden das Rennen gewonnen: 2019 GPX Racing (Porsche 911 GT3 R), 2020 Rowe Racing (Porsche 911 GT3 R), 2023 Rowe Racing (BMW M4 GT3), 2024 Comtoyou Racing (Aston Martin Vantage AMR GT3 Evo) und 2026 Lionspeed GP (Porsche 911 GT3 R).

Sämtliche Aston Martin Vantage AMR GT3 Evo, BMW M4 GT3 Evo, Porsche 911 GT3 R und Lamborghini Temerario GT3 sind alle mit KW Racing Dämpfer ausgestattet.
Podestplatzierungen für KW Racing Kunden auch in der IMSA Weathertech Sportscar Championship

In Nordamerika feierten unsere KW Racing Motorsportkunden in der IMSA Weathertech Sportscar Championship beim „Sahlen’s Six Hours of the Glen“ in der GTD-Pro- und GTD-Klasse ebenfalls Podestplatzierungen.

Dabei hatte das Kundenteam AO Racing mit ihrem „Rexy“ getauften Porsche 911 GT3 R (#77) richtig Pech. Schon mit Kurs auf dem Klassensieg in der GTD Pro erwischte es den von Nick Tandy und Harry King pilotierten Porsche mit einer Durchfahrtsstrafe.

In die Bresche aus KW Kundensicht sprang der BMW M4 GT3 Evo (#1) von Paul Miller Racing. Die Titelverteidiger von 2025 wurden in ihrer GTD-Pro-Klasse als Zweite abgewunken.

In der GTD-Klasse dagegen fuhren auf die Plätze eins, zwei und drei unsere Motorsportkunden ins Ziel: Manthey 1St Phorm (#912) siegte souverän vor dem Wright Motorsports 911 GT3 R (#120) und dem Aston Martin Vantage GT3 R (120) von Car Blanche.

Fotos Gruppe C Photography

