
Klar liegen bei der IMSA WeatherTech SportsCar Championship alle „TV-Blicke“ immer auf den Hybrid-Prototypensportwagen der GTP-Klasse (Grand Touring Prototype) und der LMP2-Klasse (Le Mans Prototype 2), diese Prototypen sind schlicht brachial. Aber nicht minder spektakulär und hart zur Sache geht es auch in den auf dem GT3-Kundensport basierenden GTD-Pro- und GTD-Klasse.
Technisch unterscheiden sich die IMSA-Klassen auf den ersten Blick klar – und auf den zweiten Blick noch viel deutlicher. Es geht um Antriebskonzepte, Aerodynamik und vor allem darum, wie nah ein Rennwagen noch an einem Serienauto ist.
Prototypen und GT3 in einem Rennen

An der Spitze steht die bereits erwähnte GTP-Klasse. Hier fahren die derzeit komplexesten Prototypen im Langstreckensport. Die Automobilersteller kombinieren ihre eigenen Verbrennungsmotoren, vom V6-Biturbo bis zum großvolumigen V8, mit einem einheitlichen Hybridsystem. Das Ergebnis: rund 700 PS Systemleistung, fein austariert über die Balance of Performance. Hightech pur, bei der Effizienz und Performance Hand in Hand gehen.
Darunter positioniert sich die LMP2-Kategorie deutlich puristischer. Einheitlicher geht es kaum. Alle Teams setzen auf den gleichen Gibson-V8-Saugmotor, verzichten komplett auf Hybridtechnik und bewegen sich im Bereich von rund 500 bis etwa 550 PS. Was die Fahrzeuge dabei besonders macht, dass sie klassische Prototypen-DNA ohne elektronische Helfer wie etwa ABS vereinen.

Ganz anders die GTD-Pro- und GTD-Klasse. Hier stehen keine Prototypen, sondern Rennwagen auf Basis des GT3-Reglements aus den Kundensportprogrammen auf der Strecke, die optisch und technisch klar an ihre Serienpendants erinnern. Die GT3-Rennwagen bringen ihre jeweiligen Motorenkonzepte mit und werden über die Balance of Performance so eingeregelt, dass am Ende nicht das Konzept entscheidet, sondern die Performance auf der Strecke. Ob Frontmotor oder Mittelmotor, das Ziel bleibt immer gleich – packende Zweikämpfe auf Augenhöhe.

In der GTD-Pro- und der GTD-Klasse starten dann auch unsere KW Kundensportteams, da wir mit unseren nach dem Verdrängerkolbenprinzip (KW Solid Piston Technologie) aufgebauten KW Racing Dämpfern weltweit ausgewählte GT3-Rennwagen der Automobilhersteller Aston Martin, BMW, Lamborghini und Porsche ausrüsten. Im Speziellen sind das Aston Martin Vantage GT3 Evo, BMW M4 GT3 Evo, Lamborghini Temerario GT3 und Porsche 911 GT3 R.

In unserem Teaser-Blogpost zum 12h-Rennen von Sebring haben wir ja schon angeschnitten, warum unsere KW Racing Dämpfer so besonders sind und warum sie auch auf der „Buckelpiste“ des Sebring International Raceway so gut performen. Klickt einfach aufs oben eingefügte Streckenbild oder hier, um den Blogpost aufzurufen.
Doppelsieg für Porsche in der GTD-Pro-Klasse

Während Porsche im Gesamtklassement einen Doppelsieg nach Zuffenhausen brachten und mit ihrem 20. Gesamtsieg in Sebring Motorsportgeschichte schrieben, feierten in der GTD-Pro-Klasse die beiden Porsche-Teams Manthey und AO Racing ebenfalls einen Doppelsieg. Die GT3-Porsche sind wie auch die GT3-Rennwagen von Aston Martin und BMW mit unseren KW V6 Racing Dämpfern ausgestattet.

Erstmals startete in Sebring auch das Manthey Team, die 2026 mit „Grello“, dem gelbgrünen Porsche 911 GT3 R (#911), an einer kompletten Saison in der IMSA Weathertech SportsCar Championship teilnehmen werden.

Thomas Preining, Klaus Bachler und Ricardo Feller teilten sich im Grello das Lenkrad und stellten die #911 auf den ersten Platz in der GTD-Pro-Klasse.

Zweite in der GTD-Pro wurde „Roxy“ von AO Racing. Der Porsche 911 GT3 R (#77) ist mit seiner dunkelrosa-farbenen Karosseriefolierung in Dino-Optik ein Publikumsliebling auf den nordamerikanischen Rennstrecken. Das Cockpit teilten sich Nick Tandy, Harry King und Alessio Picariello.

Weitere Top-10-Platzierungen in der GTD-Pro-Klasse waren der fünfte Platz des BMW M4 GT3 Evo (#1) von Paul Miller Racing.

Eine Premiere in Sebring war der erste Renneinsatz des Lamborghini Temerario GT3 (#9). Der neue Kundensportwagen von Lamborghini wird von Pfaff Motorsports in Nordamerika eingesetzt. Der Rennwagen ist übrigens der GT3-Bolide der mit dem sechsfach einstellbaren KW V7 Racing Fahrwerk ausgestattet ist. Am Ende pilotierten Andrea Caldarelli, Sandy Mitchell und Franck Perera den Temerario auf den zehnten Platz in der Klasse.

In der GTD-Klasse feiert Aston Martin mit dem Vantage GT3 Evo (#27) vom Heart of Racing Team den zweiten Klassenplatz. Tom Gamble, Dudu Barrichello und Zacharie Robichon sammelten mit ihrem zweiten Platz wichtige Punkte in der Meisterschaft.

Ebenfalls aufs Podium in der GTD fuhr der Porsche 911 GT3 R (#120) von Wright Motorsports.
Fotos Teams

