Vorsicht, schnell: der BBi VMAX GT2 RS Porsche

Es ist eine ziemliche Herausforderung, einen perfekten Sportwagen wie den Porsche 911 GT2 RS zu perfektionieren.

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Auch BBi Autosport aus den USA nahm sich dazu Motorsportentwicklungen als Vorbild bei ihrem RS. Aber die Amerikaner machten es ein wenig amerikanischer: Sie drehten gewaltig an der Leistungskurve!

Powerplay – der Porsche heißt nicht von ungefähr “BBi VMAX GT2 RS”

Weit über 700 PS leistet der “BBi VMAX GT2 RS Porsche”, der vor kurzem bei der Wohltätigkeitsveranstaltung “Sun Valley Tour de Force”, einem Sportwagentreffen in Idhao begeisterte.

Mehr Leistung erhielt der 3,8-Liter-Biturbo-Sechszylinder-Boxermotor durch zwei größere Borg Warner VTG Turbos.

BBi überarbeitete Lader mit neuen 7+7-“Frischgasturbinenrädern” und auf der Abgasseite sind die Lader jeweils mit neun Schaufeln bestückt.

Bei den neuen Ladeluftkühlern handelt es sich ebenfalls wie bei dem Turboladerkit, um ein plug-and-play-Kit. Die Wärmetauscher sollen durch ihren Aufbau und Design noch leichter als die Serienkomponenten sein.

Neben neuen Ladeluftkühlern, die BBi gemeinsam mit C&R Racing entwickelte, installierten die Techniker des in Los Angeles ansässigen Veredlers ein optimiertes Ansaugkrümmersystem von IPD Components.

BBi verspricht sich von dem neuen Ansaugkrümmer in Verbindung mit den neuen Turbos eine linearere Leistungsentfaltung und ein breiteres Drehzahlband. Auch die Ladeluftkühlereinspritzung wurde mit einem zweiten, größeren Zusatztank für die Wassereinspritzung, die BBi auch noch auf eine Wassermethanoleinspritzung wechselte.

Die montierte Auspuffanlage entstand in Zusammenarbeit mit Pankl Racing Systems aus Österreich und einige Komponenten sind adaptiv gefertigt worden; will heißen 3D-gedruckt. Die Modifikationen am Abgasstang, Turbos und Co. regelt eine Motorsoftware von COBB Tuning Accessport.

Bei einem Ladedruck von 23 psi (1,58 bar) wuchtet der getunte BiTurbo-Sechszylinderboxer 890 PS in den Antriebsstrang und zählt aktuell in den USA mit zu den schnellsten 991.

Aber die Amerikaner berücksichtigten natürlich auch das Thema Fahrdynamik bei ihrem “BBi VMAX GT2 RS”. Das Besondere an dem Gewindefahrwerk ist die verwendete KW Technologie mit ihren Verdrängerkolben, die eine noch präzisere Dämpfung und vielfältige Abstimmungsmöglichkeiten sowie eine perfekte Straßenlage selbst auf der Messerschneide fahrdynamischen Grenzbereichs erlaubt.

So können beispielsweise die Dämpferkräfte unabhängig in den Lowspeed- und Highspeed-Kräften in der Druck- und Zugstufe eingestellt werden. Im Grunde stammt diese KW-Entwicklung aus dem GT3-Werksmotorsport. Beim “US-VMAX-BBi-Porsche” kamen neben dem KW Fahrwerk noch einstellbare BBi-Querlenker an Bord.

So schnell ein “BBi VMAX GT2 RS” aussieht, so schnell ist er auch, ohne dabei ein radikal unkomfortabler Rennwagen zu sein. Bei der “Sun Valley Tour de Force”, durfte er von der Kette und auf einer Landstraße in Idaho wurde ein Top-Speed von 226.95 mph (365 km/h) gemessen.

Aber neben mehr Leistung und dem Fahrwerk rüstete BBi Autosport noch mehr. Beispielsweise gab es für den Innenraum des GT2 RS eine Diät: Sitze, Türverkleidungen, Teppiche, Radio und Co. wichen Leichtbaukomponenten wie etwa Recaro Profi SPG Schalensitzen.

Das Serien-Interieur wurde zum Teil gegen Porsche-Motorsport-Clubsport-Komponenten ersetzt.

Auch ein Feuerlöschsystem kam an Bord, während der Clubsport-Bügel noch mit einem “BBi StreetCup Harness Bar” erweitert wurde.

Bei den montierten Leichtmetallfelgen handelt es sich um 20 und 21 Zoll große Forgeline GE1R Zentralverschluss-Leichtmetallfelgen mit Michelin Pilot Sport Cup 2 Reifen.

Insgesamt sollen von BBi Autosport etwa 200 Pfund (90,7 Kilogramm) beim bereits ab Werk leichten GT2 RS eingespart worden sein und die Amerikaner zeigten mit dem BBi VMAX GT2 RS Porsche, dass Performance-Tuning einfach das Maß aller Dinge ist und selbst ein perferkter Sportwagen wie der Porsche 911 GT2 RS mit dem richtigen Knowhow noch weiter perfektioniert werden kann.

Fotos BBi Autosport

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