Scuderia-Update und mehr: der LX Competition F430 Spider

Getunte Fahrzeuge aus Italien sind die große Leidenschaft von Alexander Wöhr. Seit Jahren. Ob “Punserati”, “Tipograle” oder “147 GTA” und zig andere Showcars mit der Lizenz zum Fahren hat der Diplom-Ingenieur in den vergangenen Jahren aufgebaut. Auf der Essen Motor Show 2018 “parkte” er seinen F430 Spider.

Der F430 war damals das günstigste Serienmodell, das der legendäre Automobilhersteller anbot. 2005 wurde das zweisitzige Coupé mit seinem 490 PS starken V8-Mittelmotor für etwa 140.000 Euro gehandelt. Dieselbe Serienleistung aus 4,3 Liter Hubraum hatten auch die offenen Spider.

Wer aber wie Alexander schon unzählige fahrbare Showcars aufbaute, hat auch keine Bedenken einen Ferrari zu veredeln. Warum auch nicht. Beispielsweise hat er die Radläufe seiner F430-Scuderia-Kotflügel bearbeitet, um dreiteilige Schmidt FS-Line Leichtmetallfelgen montieren zu können.

Die “Schmidts” messen an der Vorderachse 9,5 x 20 Zoll und an der Antriebsachse 12 x 21 Zoll. Die aufgezogenen Michelin Pilot Sport 4s bringen es auf 255/30-20 und 325/25-21. Hinter den schwarzen Speichen arbeitet die nachgerüstete Ferrari F430-Scuderia-Carbonbremsanlage. Beim Fahrwerk setzt Alexander wie in seinen anderen Fahrzeugen auf ein KW Gewindefahrwerk.

Bei dem Fahrwerk handelt es sich um unsere Variante 3 mit in der Druck- und Zugstufe unabhängig leistungseinstellbaren Dämpfern. Zusätzlich wurde das Gewindefahrwerk noch mit unserem KW Hydraulic Lift System (KW HLS) erweitert. Mit dem HLS kann die Karosserie per Knopfdruck auch während der Fahrt für mehr Bodenfreiheit angehoben werden, umso Hindernisse wie Temposchwellen oder steile Tiefgarageneinfahrten überwinden zu können.

Unsere hydraulischen Hubzylinder gibt es auch einzeln zum Nachrüsten für KW Gewindefahrwerke und selbst für Serienfahrwerke. Wusstet ihr eigentlich das die Wurzeln unseres KW HLS im Motorsport liegen? In verschiedenen Tourenwagenklassen wurden beispielsweise Mitte und Ende der 1990er Jahre die Hubzylinder eingesetzt. Die Hubzylinder werden beim Einbau einfach auf die Federteller gesetzt und heben die Karosserie um bis zu 45 mm an. Auf Wunsch ist das KW HLS auch für beide Achsen lieferbar.

Der große Vorteil gegenüber nachrüstbaren Luftfahrwerken ist, dass die Federrate weder bei eingefahrenem oder ausgefahrenem Hubzylinder sich ändert und so die Fahrdynamik nicht auf der Strecke liegen bleibt. Außerdem ist das gesamte System inklusive Zylindern, Hydraulikkompressor und Ölleitungen leichter und weniger anfällig, wie Systeme mit Luftbälgen – wohl auch einer der Gründe warum zahlreiche Sportwagen ab Werk mit hydraulischen Liftsystemen an der Vorderachse ausgerüstet sind.

Die “All-Black”-Volllederausstattung mit den elektrischen Sitzen hat Alexander anschließend noch mit dem großen Carbon-Paket (Lenkrad, Schaltwippen, Mittelkonsole, Armaturenbrett) erweitert. Das sequenzielle F1-Sechsgangschaltgetriebe sowie die Motronic wurde mit der Software des F430 Scuderia geupdatet und das sequenzielle Getriebe schaltet nun konkurrenzlos schneller!

Der V8-Mittelmotor ist und bleibt einfach ein Traum von einem Motor und spätestens bei einer Drehzahl von 3000 Touren bekommen nicht nur Ferrari-Tifosi eine Gänsehaut …

Fotos KW, LX-Competition

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