In eigener Sache: DLR und KW entwickeln Künstliche Intelligenz zur Fahrwerksregelung

Die Bundesregierung fördert im Rahmen der „Strategie für Künstliche Intelligenz“ den Transfer der Grundlagenforschung in die Wirtschaft. Wir von KW automotive sind durch unser Knowhow in der Entwicklung und Fertigung adaptiver Gewindefahrwerke sowie von Fahrwerksteuergeräten von diesem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Prozess fest mit eingebunden. Als Partner des Verbundprojekts „Entwicklung KI-basierter Fahrwerksregelung“ (HT: KIFAHR) unterstützen wir gemeinsam mit dem „Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR)“ dieses Forschungsfeld.

„Ziel des Projekts ist es, eine stärkere Automatisierung des Reglerauslegungsprozesses und gleichzeitig eine bessere Regelgüte für semi-aktive Feder-Dämpfer-Einheiten im Fahrwerksbereich zu erreichen. Hierfür sollen auf der Basis von realen Messdaten sowohl für die Modellgewinnung als auch für die Parametrierung des Reglers intelligente Lernverfahren, ein sogenanntes Supervised Learning und Reinforcement Learning, zum Einsatz kommen,“ erklärt KW-Entwicklungsingenieur Michael Rohn.

Durch den Einsatz von effizienten und robusten KI-Algorithmen können komplexe nichtlineare Zusammenhänge im Gesamtfahrwerk erfasst werden. Mittels maschinellen Lernens kann so langfristig die Fahrzeugabstimmung automatisiert werden. „Sozusagen arbeiten wir direkt am selbstlernenden KW Gewindefahrwerk von Übermorgen, bei dem sich die Dämpfung autonom abstimmt.“

Kompetenz-Cluster für adaptive Fahrwerkregelsysteme in Fichtenberg

In den vergangenen Jahren haben wir in der Entwicklung und Fertigung adaptiver Gewindefahrwerke, KW-Softwareregelsysteme, KW-Fahrwerksteuergeräten und KW-Magnetproportionaldämpferventilen ein starkes Zeichen in unserem Markt gesetzt. Dabei arbeiten wir seit Jahren eng und erfolgreich mit dem DLR zusammen. So entwickelten wir gemeinsam eine Softwareregellösung für adaptive Fahrwerkdämpfer.

Bei ausgewählten Fahrzeugen wie etwa Mercedes-Maybach G650 Landaulet und Rimac C2 werden diese KW Komponenten bereits ab Werk genutzt. Auch die neuen KW Dämpfer mit ihrem Verdrängerkolbenaufbau, wie sie der Fahrwerkhersteller beispielsweise bei der Variante 5 nutzt, eignen sich für adaptive Systeme.

„So nutzen wir beispielsweise bei unserem adaptiven DDC-Fahrwerk für den Mercedes-AMG G63 zwei elektronisch regelbare Proportionalmagnetventile“, so Michael Rohn weiter.

„Mit einer Fahrwerkregelung, die von einer KI unterstützt wird, kommen wir einen großen Schritt näher an die immer höher werdenden Anforderungen unserer Kunden.“ Seit über elf Jahren ist Michael Rohn in Fichtenberg bei KW in der Entwicklung tätig und begann sich schon als Diplomand mit der Steuerung adaptiver Gewindefahrwerke bei KW automotive zu befassen.

Heute ist Michael Rohn als Fachbereichsleiter in der Fahrwerkentwicklung bei KW tätig. Viele der bei KW automotive tätigen Ingenieure begannen direkt als Diplomand bei dem Fahrwerkhersteller.

Ausbildung und Karriere bei KW

Aktuell sind knapp 30 junge Menschen bei dem Fahrwerkwerkhersteller in Ausbildung. Aktuell sucht der Fahrwerkhersteller für das Ausbildungsjahr 2021 Auszubildende (m/w) in verschiedenen Berufsbildern wie beispielsweise Industriekaufmann (ggf. mit Zusatzqualifikation), Fachkraft für Lagerlogistik und Industriemechaniker.

Seit Jahren bietet der von IHK Heilbronn-Franken für sein vorbildliches Ausbildungsengagement mehrfach ausgezeichnete Familienbetrieb auch duale Studiengänge in Betriebswirtschaftslehre, Fahrzeug-System-Engineering oder Wirtschaftsingenieurwesen an.

Fotos KW, Shutterstock

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