Gratulation an die KW Competition Kunden: Gesamtsieg und 16 Klassensiege in der Grünen Hölle

Wir sind noch ziemlich platt und uns steckt das ADAC Zurich 24h-Rennen Nürburgring noch in den Knochen – aber darüber können die Boxencrews, Fahrer, Marshalls und Streckenposten nur müde lächeln.

Während sich die verschiedenen Medien in ihrer Berichterstattung vorwiegend auf die spektakulären Positionswechsel an der Spitze konzentrierten, ging es in den insgesamt 24 Klassen des 24h-Rennens Nürburgring nicht minder sportlich zur Sache. Im Grunde war jede Wertungsklasse ein eigenes 24h-Rennen.

Da das härteste Langstreckenrennen der Welt Mensch und Material gleichermaßen fordert und die Grüne Hölle immer unerbittlich ihren Tribut zollt, wurden wie in den Vorjahren viele Wertungsklassen dezimiert. Auch die populäre “Titus Viper” wurde im Laufe des Wochenendes ein Opfer der Nordschleife.

Aber auch die WTCR-Rennen auf der Nürburgring Gesamtstrecke boten bei besten Witterungsverhältnissen schon einen spektakulären Ausblick auf das, was die “Langstrecken-Helden” noch erwartete …

Esteban Guerrieri führte das zweite Rennen am WTCR-Wochenende auf der Nürburgring-Nordschleife im Honda Civic Type R TCR von ALL-INKL.COM Münnich Motorsport von der ersten bis zur letzten Runde an und gewann vor dem dank umgekehrter Startaufstellung von der Pole-Position losgefahrenen Nordschleifen-Rookie Pepe Oriola.

Yvann Muller, der Rennen 1 am Donnerstag gewonnen hatte, ist nach Platz 4 in Rennen 2 und Platz 3 in Rennen 3 der neue WTCR-Tabellenführer. Mit seinem Hyundai i30 N TCR hat Muller 19 Punkte Vorsprung auf den vorherigen Tabellenführer Gabriele Tarquini.

Während des gesamten langen Wochenendes war der KW Truck wieder ein Anlaufpunkt für alle Nordschleifen-Fans.

Auch der KW Competition Rennservice hat hinter unserem Zelt im Paddock seine mobile Service-Werkstatt aufgebaut, um vor Ort unsere zahlreichen Kunden zu unterstüzten. 2018 konnten wir erneut die Hälfte des gemeldeten Starterfelds mit unseren KW Competition Rennsportfahrwerken ausrüsten. Dass von den 75 Kundenfahrzeugen in den 24 startenden Klassen unsere Motorsportkunden 16 Klassensiege erzielen konnten, ist ein echtes Meisterstück.

James Glickenhaus, der auch 2018 mit seinem italienisch-amerikanischen Motorsportteam Scuderia Cameron Glickenhaus und dem exotischen SCG003c in der Prototypenklasse startete, stiftet seit mehreren Jahren die Glickenhaus Trohpy als Wanderpokal.

Bereits in den “Freien Trainings” und dem Top-30-Qualifying gab es spektakuläre Szenen und die “Glickenhaus-Trophy” für die schnellste Runde – mit 8:09.105 min – erhielt der Manthey Racing Fahrer Laurens Vanthoor, der mit seinem Porsche 911 GT3 R (#911) den ersten Startplatz eroberte.

Auf den Plätzen zwei und drei reihten sich die weiteren 911 GT3 R von Falken (#44 Rundenzeit von 8:09.522 min ) und Frikadelli Racing (#31 Rundenzeit von 8:13.782 min) ein und so übernahmen gleich von Anfang an drei KW Competition Kunden die Führung.

16 Klassensiege für KW Competition Kunden

Das Team Care for Climate räumt beim 24h-Rennen mit ihren beiden Bioconcept-Cars sensationell ab und in der Klasse AT fuhren die “Grünen Racer” von Four Motors und dem Technikteam von W&S Motorsport ab. Die GT3-Fahrer Smudo, Thomas von Löwis, Daniel Schellhaas und Axel Duffner sicherten sich mit einer schnellsten Runde von 8:56 Minuten – der zweitbesten Rundenzeit aller Cup-Fahrzeuge – nicht nur den AT-Klassensieg, sondern auch einen sensationellen 27. Gesamtrang und damit den 9. besten Platz aller Porsche im Feld.

Auch die GT4-Fahrer Charlie Eastwood, Thomas Kiefer, Niklas Steinhaus und Daniel Blickle lieferten eine Top-Performance ab und fuhr mit 9:13 Minuten die zweitschnellste Rundenzeit aller “Caymänner” sowie den 33-Gesamtrang  bzw. den zweiten Platz in der Klasse AT ein.

Mühlner Motorsport gewinnt mit KW die Klasse CUP 3

Die gesamte Cup 3 Klasse beim ADAC Zurich 24h-Rennen Nürburgring startet mit KW Competition Rennsportfahrwerken und den “Ritt durch die Grüne Hölle” meisterte Mühlner Motorsport mit ihrem Cayman GT4 Clubsport am besten.

Bereits in der fünften Rennrunde legte der Cayman mit der Startnummer 302 und den Fahrern Michael Rebhan, Timo Möllig, Tobias Müller und Moritz Kranz mit einer Rundenzeit von 9:11.912 die schnellste Runde in ihrer Klasse hin.

Manthey-Racing, Porsche 911 GT3 R (912), Richard Lietz (A), Patrick Pilet (F), Frederic Makowiecki (F), Nick Tandy (GB), Nürburgring 2018

Wer sich diese Rundenzeit näher anschaute, konnte so bereits den Gesamtsieger des ADAC Zurich 24h-Rennen Nürburgring wissen – am Ende wurde es ja der Porsche 911 von Manthey Racing mit der Startnummer 912 …

Securtal Sorg Rennsport gewinnt mit KW die Klasse CUP 5

Mit einem Vorsprung von 3:49.256 min setzte sich der BMW M235i Racing von Securtal Sorg Rennsport in der CUP 5 durch und so erreichte ein weiteres KW Competition Kundenteam einen Klassensieg.

Der BMW M235i Racing ist Teil des offiziellen BMW Kundenmotorsports und aktuell eines der populärsten Rennfahrzeuge. Den mit KW Competition Rennsporttechnologie ausgerüsteten BMW pilotierten Tristan Vildas, Heiko Eichenberg, Yannick Mettler und Torsten Kranz. Ihre Durchschnittsgeschwindigkeit lag trotz der Wetterkapriolen bei 126,950 km/h und in der dritten Rennrunde fuhren sie mit 9:32.705 die schnellste Runde.

Black Falcon Team Identica gewinnt mit KW die Klasse SP 10 (SRO-GT4)

Mit dem neuen Mercedes-AMG GT4 mit KW Competition Rennsportdämpfern erreichte das Black Falcon Team Identica den Spitzenplatz und Klassensieg.

Gleich mit einem Vorsprung von drei Runden fuhren Carlos Gomez, Stefan Karg, Fidel Leib und Kim-Luis Schramm nach 116 Runden über die Ziellinie und wurden als Klassensieger abgewunken. In Runde 11 hatten die Mercedes-Piloten einen wirklich guten Flow mit ihrem GT4 und sorgten mit einer 9:15.816 min für die schnellste Rundenzeit der SP10 (SRO-GT4) Klasse.

AVIA Racing gewinnt auf KW die Klasse SP 3

Auch das gibt es nur beim ADAC Zurich 24h-Rennen: Ein Renault Clio RS Cup legt sich mit den Großen an und meistert die Grüne Hölle.

Mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 117,298 km/h “prügelten” Stephan Epp, Gerrit Holthaus, Tobias Overbeck und Daniel Overbeck den RS über die “Höhen und Tiefen” der Nordschleife. Der Clio mit seinem KW Competition Rennsportfahrwerk konnte sich dabei sogar einen Vorsprung von zwei Runden in seiner Klasse herausfahren und holte so souverän den SP3-Klassensieg.

Motorsportclub Sinzig gewinnt auf KW die Klasse SP 4T

Ein Einzelkämpfer war in der Klasse SP4T der VW Golf 5 R-Line GTI des Motorsportclubs Sinzig und der GTI erzielte einen ungefährdeten Klassensieg.

Das Lenkrad teilten sich im mit einem KW Competition Rennsportfahrwerk ausgerüstetem GTI die vier Piloten Jose Visir, Eduardo Romanelli, Benjamin Decius und Achim Ewenz. Ihre schnellste Rennrunde war die 46. mit einer Rundenzeit von 10:15.532 min.

Proom Racing gewinnt mit KW die Klasse SP 6

Unser ehemaliger Kollege und Speedhunter Michael Grassl kämpfte sich gemeinsam mit Volker Wawer, Achim Wawer und Rob Thomson in einem Porsche Cayman GT4 Clubsport durch die Grüne Hölle.

Am Ende fuhr der Cayman mit zwei Runden Vorsprung ins Ziel und konnte geschickt den sportlichen Attacken seiner Verfolger Paroli bieten.

Prosport Performance gewinnt auf KW die Klasse SP 7

In der SP7 ging es über das gesamte Rennen natürlich genauso zur Sache wie in den anderen Wertungsklassen.

Dabei darf man nicht vergessen, dass durch das gesamte Starterfeld die GT3-Autos noch ihre Bahnen ziehen und plötzlich im Rückspiegel auftauchen.

Allen Widrigkeiten zum Trotz und mit einem starken Verfolgerfeld an der Heckschürze setzte sich in der SP7 der Porsche 911 GT3 Cup von Prosport Performance durch. Am Steuer des Porsche waren die vier Fahrer Charles Putman, Charles Espenlaub, Joe Foster und Xavier Maassen. Ihre Durchschnittsgeschwindigkeit über die gesamte Distanz war dabei 130,152 km/h.

Rent2Drive-Familia-Racing gewinnt mit KW die Klasse SP8

Das KW Competition Kundenteam rent2Drive-Familia-Racing ging in der Klasse SP8 mit einem aktuellen Porsche 911 (991) GT3 Cup MR an den Start und konnte mit drei Runden Vorsprung einen Klassensieg erreichen.

Bereits gleich nach dem Start, in der zweiten Runde, flog der Cup-Porsche mit einer Rundenzeit von 8:57.652 über die Nürburgring Gesamtstrecke. Pilotiert wurde der mit einem KW Fahrwerk ausgerüstete 911 von David Ackermann, Dmitriy Lukovnikov, Csaba Walter und Jörg Wiskirchen.

Mercedes-AMG Team Driving Academy gewinnt mit KW die Klasse SP 8T

Mittendrin statt nur dabei hieß es für den legendären DTM- und Mercedes-Piloten Bernd Schneider. Gemeinsam mit seinen Fahrerkollegen Christian Gebhardt, Patrick Simon und Jethro Bovingdon setzte der AMG GT sich in der Klasse SP 8T durch.

Mit ihrem Benz schafften es die vier mit einem Vorsprung von neun Runden über die Distanz und “erfuhren” sich so einen ungefährdeten Klassensieg. Übrigens haben wir als Fahrwerkhersteller die Homologation für den Mercedes-AMG GT4 und der Mercedes wird in den nächsten Jahren ein interessantes Modell für den Werkskundenmotorsport von Mercedes sein.

Scuderia Cameron Glickenhaus gewinnt mit KW die Klasse SP-X

Der SCG003C ist im VLN Langstreckenpokal und bei den 24h-Rennen ein Motorsport-Exot und hat längst die Herzen der Nürburgringfans erobert. Seit mehreren Jahren tritt der Rennstall Scuderia Cameron Glickenhaus in der Eifel an.

Bei dem Rennwagen handelt es sich um einen reinrassigen Prototypenwagen und Teameigner James Glickenhaus ist ein absoluter Motorsportenthusiast, der ein Faible für historische Siegerwagen hat, sie sammelt und diese auch noch fährt. Bereits 2011 verwirklichte er mit seinem P4/P5 by Pininfarina auf Basis eines Ferrari seinen Traum und schickte einen Wagen ins Starterfeld des 24h-Rennen auf dem Nürburgring.

Seit 2015 kommt sein SCG003c regelmäßig in der Grünen Hölle zum Einsatz. 2018 war nur ein “Glickenhaus” am Start und mit zwei Runden Vorsprung gewann der SCG die SP-X Klasse vor dem ebenfalls mit einem KW Competition Fahrwerk ausgerüstetem GTronix 360 Team mcchip-dkr Renault R.S.01.

Dörr Motorsport gewinnt mit KW die Klasse SP-Y

Dörr Motorsport startete zusammen mit Giti Tire gleich mit zwei Lamborghini Huracan Super Trofeo in der Klasse SP Y. Marc Basseng, Manuel Lauck und Nico Verdonck erreichten nach 107 Runden das Ziel. Die schnellste Runde hatte der Lamborghini in Runde 22 und brauchte für eine Umrundung 8:54.864 min.

LMS Racing by Bas Koeten Racing gewinnt auf KW die Klasse TCR

Das spanisch-finnische Fahrerquartett Jordi Gene, Olli Kangas, Karl-Pekka Laaksonen und Antti Burri hatte zunächst niemand in der TCR-Klasse auf dem Schirm – zunächst dominierten in den Freien Training die Hyundai-Rennwagen in der TCR-Klasse.

Im Laufe des Rennens trumpfte der mit seinem KW Competition Fahrwerk ausgerüstete Seat richtig auf – bereits in den Vorjahren machten verschiedene Seat-TCR-Teams (Mathilda Racing) mit unseren Rennsportdämpfern sehr gute Erfahrungen – und konnte sich gegen den stark besetzten Hyundai i30N TCR durchsetzen. Mit einer Runde Vorsprung kam der LMS Racing by Bas Koeten Racing Seat ins Ziel.

Pixum Team Adrenalin Motorsport gewinnt mit KW die Klasse V5

Mit einem Klassensieg in der V5 verabschiedet sich das Pixum Team Adrenalin Motorsport. Mit ihrem Porsche Cayman setzen sich Christian Büllesbach, Andreas Schettler, Ioannis Smyrlis und Carlos Arimon durch.

Ihre schnellste Runde fuhr das Fahrerquartett in der zehnten Runde und brannten dabei mit ihrem “seriennahen” Rennwagen in der Produktionswagenklasse eine Rundenzeit von 9:57.826 in den Asphalt.

Rent2Drive-Familia-Racing gewinnt mit KW die Klasse V2T

Auch in der Klasse V2T konnte Rent2Drive-Familia-Racing einen Klassensieg gewinnen. So feiert das Team nach ihrem Erfolg in der SP8 noch einen zweiten Klassensieg am Nürburgring.

Der Renault Megane RS konnte in der 40. Runde am schnellsten durch den dichten Verkehr der 147 gestarteten Rennwagen fahren. Dabei benötigte der RS 10:23.982 min. Das Steuer teilten sich die vier Fahrer Axel Jahn, Lutz Wolzenburg, Andrei Sidorenko und Oliver Greven.

Gesamt- und Klassensieg in der SP9 – Der Porsche 911 GT3 R sorgt für den sechsten Gesamtsieg von Manthey und macht das 24h-Rennen für KW perfekt

Mit der Startnummer 912 musste der Manthey Racing Porsche 911 GT3 R in die Bresche des in der Nacht verunfallten führenden GT3 R mit der Startnummer 911 springen und dabei schaffte das Fahrerquartett Richard Lietz, Patrick Pilet, Fred Makowiecki und Nick Tandy ein echtes Meisterstück.

Dabei war die Nummer 912 sogar gleich nach der ersten Runde kurz vor der Einfahrt auf die Nordschleife wieder in die Boxengasse zurückgekehrt, da etwas mit dem Reifendruck nicht stimmte. Der Manthey Porsche war durch diesen ungeplanten Boxenstopp bis auf den 90. Gesamtplatz zurückgefallen.

Am Ende des Rennens gab es dann zwischen dem führenden Mercedes und dem Manthey-Porsche ein beeindruckendes Katz-und-Maus-Spiel, dass rund 1:11 Stunde vor Schluss der Porsche 911 GT3 R für sich entscheiden konnte.

Für Manthey Racing war dieser Gesamtsieg, nach den Siegen in den Jahren 2006, 2007, 2008, 2009 und 2011 bereits der sechste Sieg auf der Nürburgring Nordschleife – ein Rekord, den bis jetzt noch kein Rennstall in der Eifel geschafft hat.

Wir als Fahrwerkausrüster feiern mit dem diesjährigen Gesamtsieg bereits unseren siebten Gesamtsieg beim ADAC Zurich 24h-Rennen Nürburgring. Vor 16 Jahren feierten wir gemeinsam mit der Zakspeed-Viper unseren ersten Sieg beim härtesten Langstreckenrennen der Welt. Dass von den 75 Kundenfahrzeugen in den 24 startenden Klassen unsere Motorsportkunden 16 Klassensiege erzielen konnten, ist ein echte Meisterleistung. Aber noch wichtiger für uns als Fahrwerkhersteller ist die Tatsache, dass wir mit unserem breit gefächerten Rennsport-Programm jedem Team, vom GT3-Team bis in die unzähligen engagierten Privatteams mit ihren seriennahen Produktionswagen, die entscheidende Technologie für einen erfolgreichen Motorsporteinsatz liefern können. Wir sehen uns spätestens beim nächsten VLN-Lauf.

Fotos Gruppe C Photography, KW

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