ETCC: Sieg für Rikli Motorsport in Vila Real und Übernahme der Tabellenspitze

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Rikli Motorsport feierte mit Kris Richard einen Sieg auf dem Straßenkurs von Vila Real. Peter Rikli kletterte ebenfalls auf das Podium. Mit diesem Resultat entert das Honda Team aus der Schweiz in der Tourenwagen Europameisterschaft (FIA ETCC) mit Beginn der zweiten Saisonhälfte 2016 die Tabellenspitze. Im ersten Rennen am Sonntagmorgen war Kris Richard  lange auf seiner siebten Position wie fest zementiert. Auch eine Durchfahrtsstrafe aufgrund eines Fehlers in der Boxengasse und eine Safety-Car-Phase änderten an dieser Position nichts. Der 21-Jährige machte Druck auf den Vordermann und profitierte von einigen Ausfällen. Er überquerte nach dreizehn Umläufen als fünfter die Ziellinie. Mit einem perfekten Start in den zweiten Lauf am Mittag katapultierte sich der “Meisterschafts-Rookie” an die Spitze des Feldes. Wie entfesselt brannte er einige schnelle Runden in die Straßen von Vila Real und legte mehr als vier Sekunden Abstand zwischen sich und die Verfolger. Kris Richard manövrierte in einem dramatischen Finale seinen Honda vor Manuel Fernandes und Norbert Nagy ins Ziel und knöpfte Petr Fulin die Führung in der Gesamtwertung ab.

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Peter Rikli qualifizierte seinen Honda Civic auf dem anspruchvollen Leitplankenkanal im Norden Portugals für die fünfte Startposition und war von dem neuen Terrain sehr angetan. “Es ist eine tolle Atmosphäre hier. Die Leute sind unwahrscheinlich nett. Dieser Stadtkurs macht richtig Spaß. Wir hatten keinerlei Erfahrungen für die Fahrzeugeinstellungen, haben uns aber gut auf die Gegebenheiten eingeschossen. Es wird zwar im Rennen schwer, zu überholen, aber ich bin guter Dinge, dass da noch etwas geht”, meinte er am Samstagabend. Die Strategie des Eidgenossen für den ersten Wertungslauf am Sonntagmorgen ging auf. Er hielt sich aus allen Kämpfen heraus, heftete sich an die Spitzengruppe und konnte in aller Ruhe zuschauen, wie sich das Feld dezimierte. Belohnt wurde die überlegte Fahrweise mit einem dritten Rang hinter Manuel Fernandes und Petr Fulin. Das zweite Rennen nahm der Wangener aus der sechsten Position auf. Nach einem blitzsauberen Start lag er schon nach den ersten Kurven auf Position zwei hinter seinem Teamkollegen und hielt diesem quasi den Rücken frei. Während sich Kris Richard absetzen konnte, kämpfte Peter Rikli rundenlang gegen die drängenden Seat-Fahrer. Nach einem bis hierhin starken Auftritt bedeutete ein technischer Defekt und ein Gerangel mit Petr Fulin im sechsten Umlauf jedoch das Aus.

Foto FIA WTCC / ETCC Petr Fryba

 

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